Obstverwertung

Der Herbst bringt uns im Streuobstparadies eine Fülle an leckeren, sonnenreifen Früchten auf den Tisch.

Jetzt gilt es das Obst möglichst gut zu verarbeiten und lange haltbar zu machen, damit wir über den Winter auch noch was davon haben.

Die Verwertungsmöglichkeiten für Streuobst sind genauso vielfältig wie die Landschaft selbst:

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Lagerung

Was gibt es schöneres, als die eigenen Äpfel im Keller zu haben und jederzeit den Sommer schmecken zu können?

Bei der Lagerung für die Selbstversorgung müssen für eine erfolgreiche Lagerung einige wichtige Bedingungen gewährleistet werden:

  • 2 bis 4° C (geringe Temperaturschwankungen) und etwa 90 % relative Luftfeuchtigkeit
  • Nur gesunde, frische und handgeerntete Früchte einlagern
  • Das Lager regelmäßig kontrollieren und lüften
  • Gemüse nicht im selben Raum lagern, da dieses das Reifegas Ethen ausstößt und die Reife des Obstes beschleunigen

Die Bedingungen sind in modernen Häusern oft nicht leicht zu erreichen. Eine gute Möglichkeit Lagerdefizite auszugleichen, ist die Abpackung des Obsts in lebensmittelechte und geruchsneutrale Plastiktüten, die kühl gelagert werden.

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Marmelade

Bei jedem Frühstück das Paradies schmecken!

Durch das Miteinkochen von Zucker wird das Obst in Marmeladen haltbar gemacht.

Marmeladen und Gelees lassen sich problemlos lagern, sind das ganze Jahr über ein Genuss und auch ein schönes Geschenk für Freunde und Bekannte.

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Einwecken

Beim Einwecken, Einkochen oder einmachen wird das Obst auf mindestens 80° C erhitzt, in luftdichte Gläser gefüllt und so haltbar gemacht.

Ob Kompott, Saft oder ganze Früchte, durch dieses Prinzip bleibt das Obst haltbar und lecker.

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Dörren

Ob Apfelchips, Hutzeln oder Dörrpflaumen – getrocknetes Obst ist ein leckerer und insbesondere gesunder Knabberspaß, voll mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das Obst kann in einem Dörrapparat getrocknet werden. Dabei wird das Obst in Ringen (z.B. Äpfel), Schnitzen (z.B. Birnen) auf den Trockensieben verteilt. Auch im Backofen kann das Obst bei 50 ° C getrocknet werden.

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Destillate

In Destillaten können wir den Geist der Streuobstwiesen konservieren und schmecken. Wussten Sie, dass jeder Besitzer oder Pächter einer Streuobstwiese ein sogenannter „Stoffbesitzer“ ist? Jeder Stoffbesitzer darf in einer der unzähligen Brennereien im Streuobstparadies 50 Liter Alkohol pro Jahr im Lohn brennen lassen. Nach der Ernte wird aus dem Obst eine Maische hergestellt. Während Steinobst nur gestampft wird, werden Äpfel und Birnen gemahlen oder gepresst. Der Maische wird Hefe zugegeben, so dass ein gezielter Gärungsprozess entsteht.

Nach der Gärung wird die Maische in der Brennerei zu einem edlen Destillat gebrannt.

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Liköre

Wem die Destillate etwas zu heftig sind, kann sich auch dem etwas lieblicheren Likör widmen: Durch Ansetzen der reifen Früchte mit Zucker in neutralem Alkohol (z.B. Obstler) entsteht ein süßes, fruchtiges Getränk. Likör kann auch aus Fruchtsaft hergestellt werden, indem Saft mit neutralem Alkohol und beispielsweise Gewürzen gemischt wird.

Saft

Saft

Um aus Obst Saft zu gewinnen werden die Früchte gepresst. Um den frisch gepressten Saft haltbar zu machen, muss er auf mindestens 80° C erhitzt werden und dann in luftdicht verschlossene Behälter, z.B. Flaschen oder Bag in Box abgefüllt werden. Eine tolle Möglichkeit, um das eigene Obst das ganze Jahr über genießen zu können!

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Most

Most

Wird frisch gepresster Apfelsaft nicht durch Erhitzung haltbar gemacht, setzt ein natürlicher Gärprozess ein und es entsteht Most. Most hat ca. 2-5 % Alkohol und ist durch die gärungseigene Kohlensäure ein leckeres, prickelndes Getränk.

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Veranstaltungen

Alle Infos zu alktuellen Veranstaltungen im Streuobstparadies finden Sie hier mehr...