UNESCO würdigt die Apfelweinkultur

Die Apfelweinkultur verbinde Fertigkeiten um die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen mit Wissen und Können der Apfelweinherstellung und den dazugehörigen Bräuchen, teilte die UNESCO mit und nahm die Apfelweinkultur in die Liste des Immateriellen Kulturerbes auf.

Damit zeugen nun insgesamt 131 Einträge im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes von der Vielfalt des kulturellen Lebens in Deutschland. Dazu gehören lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Natur Wissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die Weltkulturorganisation Unesco den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Deutschland gehört dem Vertrag seit 2013 an.

Dass der deutsche Apfelwein und damit auch der schwäbische Most diese Wertschätzung erfährt, erfreut auch im Streuobstparadies Erzeuger und Konsumenten des schwäbischen Nationalgetränks. Schon seit einiger Zeit erfährt das einst als "Altherrengetränk" titulierte Produkt eine Renaissance. Hierzu tragen z.B. die Interessengemeinschaft Schwäbischer Cider, ein Zusammenschluss von Erzeugern dem auch das Schwäbische Streuobstparadies angehört bei, sowie die zahlreichen engagierten Akteure die ihre Wiesen und Bäume pflegen um aus dem Obst köstlichen Most herzustellen.

Wer es gar nicht mehr erwarten kann, der schaut einfach bei einem der zahlreichen Hofläden und Direktvermarkter vorbei, die neben Most und Cider noch viele andere Produkte aus Streuobst anbieten. So lässt sich die Auszeichnung der UNESCO würdig und in vollen Zügen genießen !