Eduard-Lucas-Medaille 2015 für Hans-Thomas Bosch

Zum elften Mal fand die Verleihung der Eduard-Lucas-Madaille am 09.11.2015 statt, Hans-Thomas Bosch ist der diesjährige Preisträger.

Die Sonne strahlte mit dem neuen Preisträger um die Wette, als am Freitag, den 11.09.2015 im Naturgenusszentrum in Bad Ditzenbach-Gosbach die 11.Verleihung der Eduard-Lucas-Medaille stattfand. Hans-Thomas Bosch vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) ist der diesjährige Medaillenträger.

 

Die Eduard-Lucas Medaille wird seit 2005 jedes Jahr auf Initiative des „Vereins zur Erhaltung und Förderung alter Obstsorten – Rettet die Champagner Bratbirne e.V.“ vergeben und zeichnet Personen aus, die sich für den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen und alten Sorten verdient gemacht haben. Vergangenes Jahr wurde der Gastronom und Brenner  August Kottmann, vom Hirsch aus Bad Ditzenbach-Gosbach ausgezeichnet, weshalb die diesjährige Verleihung im „Gaisentäle“ stattfand.

Hans-Thomas Bosch vom KOB setzt sich vor allem für die Bestimmung und die Bestandsaufnahme alter Obstsorten, sowie für die Pflege alter und hochstämmiger Streuobstbäume ein. Er ist immer auf der Suche nach schon verlorengeglaubten Sorten, um Sie zu kartieren und zu katalogisieren. So besitzt er eine umfangreiche Kernsammlung, die zur Bestimmung von Obst oft unabdingbar ist. 

 

Nach Grußworten des Bad Ditzenbacher Bürgermeisters Herbert Juhn und des Göppinger Landrats Edgar Wolf überreichte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde - welcher den herausragenden Einsatz des Preisträgers betonte - die Eduard-Lucas-Medaille an den Agrar-Ingenieur Hans-Thomas Bosch aus Bavendorf.

 

Neben den Vertretern des Ministeriums, des Landkreises und der Gemeinde waren auch zahlreiche weitere Akteure anwesend, die den Streuobstbau und den Erhalt alter Obstsorten zu ihrem Anliegen gemacht haben. So waren neben dem Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL), vertreten durch seinen Landesgeschäftsführer Rolf Heinzelmann und die Kreisvorsitzende Sigrid Erhard, auch die Vorstände und weitere Vertreter des Schwäbischen Streuobstparadieses, sowie der Landesnaturschutzverbände anwesend.

 

Die Verleihung wurde von kulinarischen Köstlichkeiten – aus und mit Streuobst und Wildfrüchten - aus dem Hause Kottmann begleitet, sowie von Kreationen der Manufaktur Jörg Geiger, der als Hauptinitiator des „Vereins zur Erhaltung und Förderung alter Obstsorten – Rettet die Champagner Bratbirne e.V.“ die Veranstaltung in wesentlichen Teilen organisierte.

Nach dem lukullischen Genuss` aus den Streuobstwiesen folgte eine Führung über den Obstlehrpfad in Bad Ditzenbach. Hier konnte der verdiente Preisträger Hans-Thomas Bosch noch einmal sein Wissen unter Beweis stellen und demonstrierte, wie Apfel- und Birnensorten bestimmt werden können. 

 

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig: Streuobst hat Zukunft und engagierte Persönlichkeiten sorgen dafür, dass es in „aller Munde“ bleibt. Im wahrsten Sinne des Wortes !